Jetzt ist er (endlich) weg
Am 25. Juni hat es die Unesco endlich entschieden, was doch jedem klar war. Dresden verliert den Welterbetitel für das Elbtal. Sind wir ehrlich, die Entscheidung stand fest, sie wurde eigentlich nur noch auf dem Papier klar gemacht, oder hat echt jemand noch mit einer anderen Entscheidung gerechnet? Alles andere als die Aberkennung wäre doch eine Niederlage der Unesco gewesen, mit der sie Gesicht und Macht verloren hätten. So haben sie das gehalten, was sie immer klar gemacht haben.
Entsprechend wurde für diesen Thema auch kaum Zeit verschwendet, Frau Orosz war zwar vor Ort, aber eine gehaltvolle Rede durfte sie auch nicht mehr halten, warum auch? Die Unesco braucht doch keine kritikvollen Reden, sondern man braucht die Macht über die Welt. Es war nichts anderes als eine politische Entscheidung, die eigenartigerweise viele Lobbyisten gefunden hat, die kräftig für die Unesco und gegen die Brücke geworben haben. Die wirklichen Argumente und insbesondere sinnvolle Alternativen fehlten ihnen dennoch.
So mag es sicherlich sein, dass das Elbtal von seiner Sicht geprägt ist bzw. war - doch ist es das jetzt nicht mehr? Sicherlich hat man mit dern Brücke einen anderen Blick, aber die Erde dreht sich auch im Kreis. Stillstand ist keine Lösung, sondern eine Stadt muss sich auch entwickeln dürfen. Sicherlich ist das nicht immer mit Naturbestand vereinbar, aber gibt es sicherlich schlimmeres als diese Brücke. Allein die Verwaltung der Weltmacht Unesco wird jährlich deutlich mehr Naturressourcen zerstören als diese Brücke.
Als es knapp wurde, kam ein neues Argument, dass der Touristenstrom nun nachlassen werde, aber warum? Allein wegen der Brücke? Aber nein, wir haben genügend andere Seiten und auch das Elbtal bleibt erhalten. Vielleicht nicht als Weltkulturerbe, aber es bleibt für uns Dresdner weiter Kultur. Liebe Uneso, wir wollen Kultur nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickeln. Da ihr euch nicht mit der Dresdner Mehrheit weiterentwickeln möchtet, sage ich hier leise “Tschüss!” Viel Erfolg euch weiterhin bei sturrer Machtbürokratie.
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