Der Machtkampf im Internet mit Google, Microsoft und Co.
Auch wenn das Internet noch recht jung ist, so ist es mittlerweile einer der größten weltweiten Märkte. Und das Internet wächst immer weiter. Einige Start-Ups konnten im Internet ihren Traum leben, bestes Beispiel ist dafür Google. Aber auch andere Unternehmen, konnten durch ihre Stellung eine gewisse Macht im Internet erlangen.
Nicht zuletzt wegen des riesigen Machtpotenzials sind die Großen nahezu täglich auf Einkaufstour im Netz. Da werden Ideen, Konzepte oder aufblühende Webprojekte aufgekauft. Die Taschen sind dabei gefüllt wie kaum eine andere, die Investitionsausgaben sitzen hier locker. Man könnte fast denken, dass man mit dem Internet Geld drucken kann. Und die Ideenschöpfer haben mit dem Verkauf meist ausgesorgt und können sich ein ruhiges Leben machen.
Doch ist das alles Schattendasein. Vielmehr erregte es die Gemüter, als Microsoft am 1. Februar 2008 ein offizielles Kaufangebot gegenüber Yahoo offerierte. Satte 44,6 Milliarden US-Dollar wäre es dem Softwareriesen wert die Plattform zu übernehmen. Es war kein vorgezogener Aprilscherz, sondern eröffnete die erste Runde im Kampf um die Vormachtstellung im Internet. Denn diese würde Microsoft mit Yahoo wohl erlangen und damit dem Hauptmitbewerber Google den Schneid abkaufen.
Google gefällt dies natürlich nicht und warnt auch vor einer zu großen Machtballung. Richtig, Google warnt davor, Google, die selbst aufkaufen wo es nur geht und inzwischen eine unvorstellbare Machtstellung erlangt haben. Selbst bot man nahezu im selben Atemzug eine Partnerschaft an und suchte auch Gespräche mit anderen Unternehmen und fragte an, ob diese nicht Interesse an einer Übernahme von Yahoo hätten. Das Ziel ist natürlich ganz klar, man möchte verhindern, dass Microsoft eine zu hohe Macht im Internet erhält, die die eigene untergraben könnte, denn selbst wird man Yahoo wohl nicht übernehmen können.
Und Yahoo selbst? Auch wenn man die Zahlen prüft, schaut man selbst weiter nach Optimierungen für die eigene Firmengruppe. So kaufte man sich am heutigen Tag die FireFox-Erweiterung FoxyTunes, welche man in Yahoo Music integrieren möchte. Mit geschätzten 30-40 Millionen US-Dollar sind dies aber natürlich Peanuts.
Gespannt darf man erwarten, wie diese erste Runde ausgeht. Fakt ist, dass es die Entwicklung des Internets beeinflussen wird. Sicher dürfte auch sein, dass weitere Showkämpfe der eigenen Macht folgen werden. Und doch muss man sagen, diese Unternehmen haben es einfach geschafft. Es sind genau die Menschen, die im richtigen Moment das Richtige gemacht haben. Dafür sollte man auch den gewissen Respekt zollen.
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