Garmin Forerunner 205 – Mein neuer Sportbegleiter

Zu einem meiner Hobbys gehört das Inlineskaten, was durch mein Engagement im Ordnerteam der Dresdner Nachtskaten zusätzlich gestützt wird. Nachteil an diesem Sport ist aber die Möglichkeit das eigene Training zu messen. Natürlich gibt es die Möglichkeit durch eine spezielle Rolle, aber das ist durch verschiedene Gründe nicht ideal. Wirklich genau kann die Messung nämlich nicht sein, denn jede Rolle legt selbst einen kürzeren Weg zurück, als man insgesamt, und es gibt keine wirkliche Konstante, dass man dann die Werte auf wahre Werte bringen kann. Zusätzlich muss man dann mit unterschiedlichen Rollen an einem Skate fahren, was nicht nur blöd aussieht, sondern durch die unterschiedliche Abnutzung der Rollen, sogar das Fahrgefühl verändert.

Die günstige Lösung fiel damit schon mal raus, aber irgendwie hab ich mir doch in den Kopf gesetzt, meine Skatestrecken nachzuvollziehen. Irgendwann bin ich mal auf GPS-Uhren gestoßen, was mir dann vor wenigen Wochen auch in wieder in den Sinn kam, als ich meine Skates aus dem Winterschlaf holte. Auf der Suche nach passenden Geräten in einer möglichst günstigen Preisklasse bin ich zunächst auf den Forerunner 201 von der Firma Garmin gestoßen. Der passte eigentlich auch ideal in meinen finanziellen Rahmen, doch Recherchen ergaben, dass der GPS-Empfänger nicht so gut ist und gerade in Städten schnell zu Problemen führt. Dann sah ich den Forerunner 205, welches das Nachfolgermodell ist. Es sah auch deutlich schöner aus, wobei ich darauf nicht so das Augenmerk legte, sondern es war in erster Linie das Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Entscheidung war aber noch nicht gefallen, ist doch dieses Gerät doch ein wenig teurer. Und dann kam noch ein neuer Einfluss hinzu: Die Herzfrequenzmessung. Das ist sozusagen das i-Tüpfelchen, weil man so doch noch viel mehr auswerten könnte. Zu beiden oben genannten Geräten gab es einen Bruder, welche dies jeweils über einen Brustgurt realisieren. Es handelt sich dabei um die Geräte Garmin Forerunner 301 bzw. 305. Natürlich hatte dieses Extra auch noch mal einen deutlichen Einfluss auf den Preis, so dass ich mich dann doch für die einfachere Variante entschied. Es soll ja in erster Linie noch ein Hobby bleiben und nicht in professionellen Sport ausarten.

Der Garmin Forerunner 205Die endgültige Entscheidung fiel dann auf den Garmin Forerunner 205, im hauptsächlichen wegen der oben genannten Gründe. (besserer GPS-Empfänger, kompakteres Aussehen). Außerdem sind die Anschlussmöglichkeiten an den PC besser. Bestellt habe ich das Gerät dann bei dealcat.de zu einem Preis von 219,90 Euro. Ein durchaus stolzer Preis, so dass ich hoffe, dass das Gerät hält, was es verspricht. Die Abwicklung der Bestellung erfolgte problemlos und zügig. Das Gerät war nach der Bezahlung bereits am folgenden Tag da.

Schnell ausgepackt und angemacht, kam die erste Ernüchterung: In der Wohnung funktioniert das GPS nicht, also muss also realer Testlauf her. Also dann doch erstmal die Funktionen durchschauen, die es gibt. Vom Aussehen her sieht das Gerät zunächst recht klobig aus, aber es passt sich gut an den Arm an und ist recht leicht, so dass ein gar nicht weiter auffällt, wenn man sie um hat. Die Bedienung ist auch recht einfach und funktioniert größtenteils intuitiv. Kleiner Nachteil ist womöglich das Armband, welches aus einfachem Gummi ist. Aber hier sollte man nach eigenem Geschmack umrüsten können, so dass ich dies wohl auch irgendwann tun werde.

Zu meinen bisherigen Erfahrungen, über etwa 2 Wochen sei gesagt, dass ich den Kauf bisher nicht bereue.

Nach dem Einschalten sucht das Gerät erstmal nach einer gewissen Anzahl an Satelliten, durch die ja dann die Position bestimmt wird. Ist teilweise ein kleines Geduldsspiel, weil er wohl bei mir zu einem Satellit keine richtige Verbindung bekommt. Es hat sich da gut gemacht, die Uhr beim Anziehen der Skates aufs Dach des Autos zu legen, dann war er meist fertig mit dem suchen. Ohne diese Methode dauerte es teils doch eine ganze Weile bis er wirklich ordentlich messen konnte. Wenn es einmal geht, geht es dann aber auch ohne Probleme.

Die Positionsermittlung erfolgt dann jede Sekunde, so dass man direkt auch die Meter hochzählen sieht, zusätzlich wird auch die Geschwindigkeit angezeigt, wobei dies ein Durchschnittswert aus den letzten Positionsmessungen ist, also kein Momentanwert. Dies erscheint durch die GPS-Technik aber auch als sinnvoll. Die einzelnen Positionen speichert das kleine Gerät alle schön mit, um sie so später auf den PC zu übertragen.

Und genau das ist wohl das schönste an den GPS-Geräten gegenüber gewöhnlichen Messgeräten, wie auch einen einfachen Fahrradcomputer. Zum Forerunner 205 kommt auch das Programm „Training Center“ daher, welches ich natürlich installierte. Nach der Installation erkennt es automatisch, wenn man den Forerunner anschließt und gleich auch die Daten ab. Man sieht dann eine Übersicht über die Laufstrecke und auch die Entwicklung der Geschwindigkeit. Und es hat noch viel mehr Möglichkeiten, so kann man sich z.B. auch einen Trainingsplan erstellen und dieses wohl auf das Gert übertragen, aber soweit bin ich noch nicht fortgeschritten.

Das Garmin Trainingscenter

Zusätzlich zum „Training Center“ habe ich auch noch „Sport Tracks“ installiert, welches Freeware ist und noch weitere Möglichkeiten bietet. Die Übertragung ist hier ein wenig komplizierter, aber auch kein für jeden Laien zu schaffen. Mit diesem Programm hat man nun die Möglichkeit auch einen Stadtplan oder sogar Google Maps unter die eigene Laufstrecke zulegen. Auch dafür braucht man keine großartigen Computerkenntnisse. Außerdem empfängt dieses Programm auch das Wetter von der Uhr, welches diese wohl von den Satelliten bekommt.

Sport Track - KartenanzeigeSport Track - Google Maps

Beide Programme bieten sicherlich viele Möglichkeiten der Auswertung, aber sie sind von der Bedienung nicht mehr ganz so intuitiv, sondern erfordern schon eine Einarbeitung um die wirklich auszunutzen. Aber die Grundauswertung ist für jeden möglich.

Mein Ersteindruck nach den 2 Wochen ist also durchaus positiv. Sicher muss sich jeder selbst hinterfragen, ob ihm der Preis wert ist, den man dafür zahlt. Wenn man aber regelmäßig sein Fitnesstraining durchführt und dies gerne auch nachvollziehen möchte, ist der Kauf durchaus zu überlegen. Hauptsächlich ist es auf Joggen, Fahrrad fahren und halt verwandte Sportarten ausgerichtet. Wenn man ein solches Gert nur für das Fahrrad verwenden will, empfiehlt sich womöglich aber ein entsprechender Fahrradcomputer, die es auch von Garmin gibt. Möchte man ein wirklich ausgefeiltes Training, sollte man dann auch drüber nachdenken, ob man direkt auch seine Herzfrequenz messen lässt. Man könnte sein Training nämlich auch an seine Herzfrequenz anpassen und der Forerunner gibt Alarm sobald man außerhalb seiner Grenzen ist.

Sobald ich neue Erfahrungen mit meinem Garmin Forerunner 205 gesammelt habe, werde ich dies hier schreiben. Genug zu entdecken gibt es auf jeden Fall noch. Würde mich auch auf Kommentare von anderen Besitzern des Geräts freuen.




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One Response to “Garmin Forerunner 205 – Mein neuer Sportbegleiter”

  1. gute Einschätzung….

    werde mir jetzt auch eine kaufen ;-)

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